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Folsäure senkt dramatisch das Risiko für Schlaganfall



Seit dem 1. Januar 1998 sind in den USA und Kanada die Grundnahrungsmittel mit Folsäure (150µg Folsäure pro 100g Mehl) angereichert.
Erste Auswertungen haben u.a. eine drastische Risikoreduktion im Hinblick auf die Schlaganfallhäufigkeit ergeben. Dabei wurde die Schlaganfallhäufigkeit über einen mehrjährigen Zeitraum vor Inkrafttreten der Anreicherung ( 1990 - 1997 ) und nach entsprechender Anreicherung über den Zeitraum von 1998 bis 2002 erfasst (Teilnehmerzahl: ca. 200 Mio. Menschen in den USA und Kanada). Die Ergebnisse sind beeindruckend:

- Die Häufigkeit von Folsäuremangel-Zuständen in der Bevölkerung sank von
   etwas 20% vor Anreicherung    auf   weniger als 1% nach der Anreicherung.

- Die Homocysteinspiegel sanken in der Bevölkerung im Durchschnitt um 2µmol/l.

- Vor der Anreicherung betrug die Verminderung der Schlaganfallhäufigkeit in den
   Jahren 1990 bis 1997 etwa 0,3% und nahm sehr  stark und hochsignifikant (p=0,0005)
   nach der Anreicherung auf  2,9% zu!

Das entspricht einer etwa zehnfachen Beschleunigung der Abnahme der Schlaganfallhäufigkeit durch Folsäure.
Bemerkenswert ist, dass keine Veränderung bei anderen Risikofaktoren, sondern nur die Folsäureanreicherung und die Senkung des Homocysteins für diesen Effekt verantwortlich waren.